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Die Voodoo-Puppen

Themen-Beitrag zu Voodoo-Schutz
Die Voodoo-Puppen

Die Voodoo-Puppen

Wenn es etwas gibt, das eindeutig mit Voodoo verbunden wird, dann sind es die Voodoo-Puppen. Es gibt wohl nur wenige Menschen in Europa, die bei dem Begriff Voodoo an etwas anderes denken als an die kleinen Puppen. Auch in Filmen, Geschichten und Büchern werden sie sehr gerne negativ dargestellt.

Voodoo-Puppen sind für viele ein Oberbegriff für Schwarze Magie und den Willen, einem anderen Menschen etwas Böses anzutun. Viele wissen überhaupt nicht, dass hinter Voodoo etwas anderes und deutlich mehr steckt als nur eine Puppe, die in Wahrheit nicht einmal allzu viel mit der eigentlichen Überlegung des Voodoo zu tun hat.

Wenn man die Voodoo-Puppen sieht, bekommen viele Menschen erst einmal eine Gänsehaut am gesamten Körper. Die Puppen sind besonders für die breite Masse ein Symbol für negative Energien. Nur wenige Menschen wissen, was es mit Voodoo wirklich auf sich hat. Denn Voodoo ist viel mehr als nur eine Stoffpuppe.

Der Hintergrund von Voodoo

Bei Voodoo handelt es sich um eine jahrtausendealte westafrikanische Religion, die mit über 60 Millionen Anhängern in einigen Ländern sogar als offizielle Religion anerkannt wird. Besonders in Afrika, in der Karibik und in Südamerika erfreut sich die Religion grosser Beliebtheit.

In Wahrheit geht es bei Voodoo nämlich um das genaue Gegenteil von negativer Energie und Schwarzer Magie. Bei den meisten Ritualen und Gebräuchen des Voodoo dreht es sich um positive Energie und die Verbindung mit Gott und den Geistwesen namens Loa. Auch die Gläubigen des Voodoo, welche als Bocore bekannt sind, kennen nur einen Gott. Diesen nennen sie Bondieu, was aus dem Französischen stammt und so viel bedeutet wie "Guter Gott".

Da Gott jedoch zu mächtig und zu gross für einen einfachen Menschen ist, ist der direkte Kontakt nicht möglich. Deshalb benötigt es die Loa, welche als Vermittler zwischen Menschen und Gott fungieren. Loa gibt es in vielen Charakterzügen und für viele Anlässe. Von den über 400 Loa haben einige einen höheren Rang und andere einen niedrigeren.

Mit Bräuchen und Ritualen wie Tanz, Gesang, Musik, Opfergaben und Orakellesen können die Loa angerufen werden. Die Gläubigen begeben sich hier in einen tranceähnlichen Zustand, wodurch sie in Verbindung mit den Loa treten. Es wird daran geglaubt, dass die Loa die Gläubigen "reiten". Was auf den ersten Blick komisch klingt, ist für die Gläubigen eine Ehre und schafft eine Verbindung zwischen Loa und Mensch, die für ewig anhalten soll.

Klischees und schwarze Schafe

Doch wie kommen der schlechte Ruf und die weltweite Verbreitung von negativen Klischees zustande, wenn es sich bei Voodoo eigentlich um eine Religion handelt? Natürlich gibt es bei Voodoo einige schwarze Schafe, wie es bei jeder anderen Religion oder spirituellen Form auch der Fall ist. Diese nutzen die Praktiken und Theorien für ihre eigenen negativen Absichten aus und rücken auf diese Weise eine ganze Religion in ein schlechtes Licht.

Diese Gerüchte und Erzählungen verbreiten sich rasend schnell und lassen sich kaum aufhalten. Da sich auch nur die wenigsten Menschen mit den wahren Hintergründen auseinandersetzen, ist es kein Wunder, dass Voodoo noch immer einen so schlechten Ruf hat.

Die Wahrheit über Voodoo-Puppen

Eine zentrale Rolle nehmen hier die Voodoo-Puppen ein, wobei ihr eigentlicher Einsatzzweck komplett in Vergessenheit geraten ist. Oft werden die Puppen nur mit Schwarzer Magie in Verbindung gebracht. In Wahrheit gibt es in der Religion des Voodoo jedoch keine Schwarze Magie beziehungsweise sie wird strikt abgelehnt.

Die Praktiken des Voodoo sind schliesslich Methoden, um mit Gott beziehungsweise den Loa in Verbindung zu treten. Dabei geht es niemals darum, negative Energie zu entsenden. Auch die Voodoo-Puppen hatten ursprünglich eine vollkommen andere Bedeutung. Sie wurden von haitianischen Priestern verwendet, um Menschen in einem schlechten mentalen oder physischen Zustand Gutes zu tun beziehungsweise ihnen positive Energie zuzusenden.

Weil Menschen in solchen Zuständen zu schwach sind, um selbst zum Priester zu gehen, wurden die Puppen als Ersatz gesehen. Ursprünglich kommt die Idee der Voodoo-Puppen auch nicht von der Religion des Voodoo selbst, sondern vermutlich durch christliche Einflüsse aus Frankreich.

Als Frankreich noch eine Kolonialmacht war und unzählige afrikanische Sklaven hatte, wurden viele Praktiken und Theorien aus dem christlichen Glauben übernommen und in Voodoo miteinbezogen. Viele christliche Heilige und Loa aus dem Voodoo sehen sich noch heute sehr ähnlich und teilen häufig auch dieselben Charaktereigenschaften.

Voodoo-Puppen sind also nicht direkt dem eigentlichen Voodoo zuzuordnen, auch wenn das oft den einzigen Verbindungspunkt für viele Menschen darstellt. Wenn die Puppen doch verwendet werden, dann vor allem, um positive Energie auszusenden. Negative Energie und Schwarze Magie haben mit Voodoo nichts zu tun und werden strikt abgelehnt. Lediglich einige Menschen mit schlechten Absichten nutzen diese Methoden aus, um für einen schlechten Ruf der eigentlich gar nicht so fremdartigen traditionellen Religion zu sorgen.


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